Der Wandelwecker hat geklingelt!

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Start des neuen Impuls- und Debattenformat Wandelwecker Berlin des Forschungsverbunds

Den ersten Wandelwecker gibt es hier zum Nachhören.

Wissen. Wandel. Berlin. Das neue Impuls- und Debattenformat Wandelwecker Berlin des Forschungsverbunds Ecornet Berlin ist gestartet und setzt nun jeden zweiten Mittwoch um 8:30 Uhr morgendliche Impulse für eine soziale und ökologische Metropole. Die Veranstaltungen bieten eine Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu zentralen Zukunftsthemen für Berlin und stellen aktuelle Thesen, Empfehlungen und Ergebnisse aus dem Verbund und den beteiligten Instituten zur Diskussion.

Weichenstellung für ein klimaneutrales Berlin 2045: Konfliktpunkte ernstnehmen und bearbeiten

Den Auftakt der Reihe am 2. Juni 2021 bildete ein Impuls zu den Chancen und Herausforderungen für ein klimaneutrales Berlin 2045.

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Die Entscheidung des Verfassungsgerichts zu den deutschen Klimazielen im Mai 2021 und die Reaktion der Bundesregierung haben neuen Wind in die Klimadebatte gebracht. Inwiefern das Auswirkungen auf Berlin hat und welche Weichen für ein klimaneutrales Berlin 2045 gestellt werden müssen – dazu diskutierte Valentin Tappeser, Nachhaltigkeitswissenschaftler und Gesamtkoordinator des Forschungsverbunds, mit zwei ausgewiesenen Expert*innen für Klimapolitik in Berlin – dem Sprecher des Berliner Klimaschutzrats und IÖW-Wissenschaftler Prof. Bernd Hirschl sowie Julia Epp, langjährige Aktivistin für den Kohleausstieg und Vorstandsmitglied des BUND Berlin, und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Laut den beiden Expert*innen sind noch viele Schritte nötig, um Klimaneutralität zu erreichen. „Gerade in den beiden großen Sektoren, Gebäude und Verkehr, ist noch sehr viel zu tun“, so Hirschl, der gerade mit seinem Team für den Berliner Senat eine Machbarkeitsstudie zur Erreichung der Berliner Klimaziele fertiggestellt hat. Dabei müssen wir uns unbedingt noch stärker mit den bestehenden Hemmnissen und Zielkonflikten auseinandersetzen und auch die soziale Frage mitdenken. Die CO2-Bepreisung sei zwar eine „notwendige, aber keine hinreichende Bedingung“, um die Wende zu schaffen. Julia Epp unterstrich hingegen nochmals die Dringlichkeit für schnelle Weichenstellungen. „Alles, was wir jetzt nicht an ambitionierter Klimapolitik machen […], werden wir am Ende eben aufgrund der Klimawandeleffekte bezahlen müssen“, so die BUND-Expertin, die hauptberuflich am WZB zu Energiethemen forscht.

Weitere Themen, die diskutiert wurden, waren die Möglichkeiten und Grenzen des im April 2021 beschlossenen Klima-Bürger*innenrats Berlin, die Zusammenarbeit zwischen Berlin und Brandenburg und die Herausforderung, Klimaschutz und Mieterschutz miteinander zu verknüpfen.

Beteiligte

Prof. Bernd Hirschl (Institut für ökologische Wirtschaftsforschung)

Julia Epp (BUND Berlin)

Projektbeteiligte Personen

Schlagworte

Klimaneutrales Berlin, Energiewende, Klimaschutz